4. Oktober 2004
In dem gemeinsam mit der Amthof-Galerie Bad Camberg veranstalteten Ideen- und Kunstwettbewerb 2004 'Alles dreht sich' verlieh die Jury folgende Preise:
1. Preis: Kai Wolf mit 'Zeit 1-3'
Im Triptychon 'Wachstum', 'Dauer' und 'Wettrennen' von Kai Wolf wurde nach Meinung der Jury das Thema 'Alles dreht sich' nicht nur künstlerisch, ästhetisch und technisch gelungen, sondern auch am originellsten umgesetzt.
Rustikales, grob zusammengefügtes Holz wird mit der diffizilen und feingliedrigen Mechanik zu einer Einheit verschmolzen. Die antiquarischen Miniaturen und die durch die Technik hineingezwängten organischen Elemente verleihen diesem Werk unverwechselbaren Charakter und Ausstrahlung.
2. Preis: Daniel Stern mit 'Menschenmühle'
Die Entscheidung der Jury für den zweiten Platz fiel deswegen auf Daniel Stern, weil er mit seiner in Farb- und Formgebung übersteigerten Skulptur 'Menschenmühle' auf humorvolle Weise auf das Thema der Ausschreibung eingegangen ist.
Durch den mechanischen Bewegungsablauf, der unter Einbeziehung des aktiven Betrachters mittels einer Stahlkugel ausgelöst wird, realisiert er das Zusammenspiel unterschiedlicher Prozesse, die in der Drehung dreier Mühlräder kulminieren. Die Versinnbildlichung des 'Lebensrades', wie es in vielen Kulturen vorkommt, mag man symbolisch deuten. Man kann sich aber auch einfach an dem Spiel der Kräfte erfreuen.
3. Preis: Ingrid Hess mit 'Weidida'
'Weidida' von Ingrid Hess überzeugte durch die aus einer Kreisbewegung in Gang gesetzte Bewegung, die sich in einem Kratzgeräusch artikuliert. Die formal gelungene Komposition und der gestalterische Witz führten auf Platz 3.
4. Preis: Petra Dutiné
Durch die Darstellung des Objekts 'moving turns' ergibt sich jeden Tag ein anderes Bild, ganz gleich wie man es dreht und wendet. Es ein interaktives Objekt, bei dem sich alles variabel dreht. Je nach Stimmung kann man sich täglich sein eigenes Bild gestalten.
5. Preis: Monika Kilb
In den drei Aquarellarbeiten 'Alles dreht sich', 'Wer dreht sich um wen?' und 'Alles dreht sich um Dich!' ist es Monika Kilb gelungen mit sparsamen Farbeinsatz und eingeschränkter Formsprache das Thema zweidimensional spannungsreich auszudrücken.
6. Preis: Eleonore Ost
Die 'Drehorgel' ist die überzeugendste fotografische Darstellung einer realen Bewegung. Die Drehung der Kurbel ist der entscheidende Aspekt beim Drehorgelspielen und wurde durch den reduzierten Ausschnitt sehr anschaulich wiedergegeben.
7. Preis: Ursula Herting
Die Arbeit 'Sauber' besticht vor allem durch ihren Humor. Die witzige Idee ist sehr stimmig und 'sauber' umgesetzt. Durch die angebrachte, drehbare Wäschetrommel wird das Bild zum Objekt und lädt zum Anfassen ein.
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