Neuigkeiten aus der Akku-Welt

10. Januar 2008


Matsushita wird Panasonic

Matsushita Electric Industrial wird sich zum 1. Oktober 2008 in Panasonic umbenennen, womit die bislang lediglich als Markenname genutzte Bezeichnung zum neuen Firmennamen wird. Der Aufsichtsrat des Unternehmens hat der Umbenennung bereits zugestimmt. Dem strategischen Konzept des Firmengründers Konosuke Matsushita wolle das seit 1918 bestehende Unternehmen weiterhin treu bleiben, die Umbenennung diene im Wesentlichen der Stärkung des globalen Markenauftritts.


Continental steigt früher bei Li-Ionen ein

Wie Konzernchef Manfred Wennemer mitteilt, will der deutsche Automobilzulieferer Continental bereits 2008 mit der Serienfertigung von Lithium-Ionen-Batterien für Automobile beginnen. Er rechne mit "einigen tausend" abzusetzenden Einheiten pro Jahr. Die Batterie sei sehr leistungsfähig und habe auch schon erfolgreich Crash-Tests absolviert.


Li-Ion geht in die Luft

Electra, ein einsitziges Leichtflugzeug aus Holz, absolvierte mit einem 47 Kilogramm schweren Lithium-Ionen-Akku als einziger Energiequelle erfolgreich seinen Testflug. Wie der Hersteller betont, hätten die Energiekosten für den 48 Minuten dauernden Flug über 50 km Distanz weniger als einen Euro betragen, wogegen ein vergleichbares herkömmliches Flugzeug für den Flug Flugbenzin im Wert von etwa 60 Euro verbraucht hätte. Die Kosten für den Akku und den Elektromotor (ca. 10.000 -15.000 Euro) seien jedoch ähnlich hoch wie die Kosten entsprechender Antriebskomponenten eines spritbetriebenen Flugzeugtyps. Hergestellt wurde das Flugzeug von der französischen APAME, die als ökologisch orientiertes Unternehmen in greifbarer Zukunft emissionsarme und leise Flugzeuge anbieten will.


Fortschritte bei der Silizium-Anode

Ein Forscher-Team der Stanford University sieht in Silizium als Anodenmaterial eine Möglichkeit, die Kapazität von Lithium-Ionen-Akkus wesentlich zu verbessern. Das Team um Yi Cui, Assistenzprofessor für Material Sciences and Engeneering, spricht von einer möglichen Verlängerung der Akkulaufzeit bis auf das Zehnfache gegenüber heutigen Akkumulatoren. Die gefürchteten Volumenveränderungen des Siliziums um bis zu 400% bei der Lithiumaufnahme habe man durch die Verwendung von Silizium in Form von Nano-Drähten in den Griff bekommen. Solche Volumenänderungen bewirken sowohl Gitterstörungen der Elektrodenmatrix, und damit Kapazitätsverluste, als auch strukturelle Instabilität, weshalb sich Silizium bislang nicht als Anodenmaterial durchsetzen konnte. Wie die Forschergruppe in Nature Nanotechnology mitteilt, hätten die erzeugten Nano-Drähte nur noch einen Volumenzuwachs von ca. 60% gezeigt. Allerdings müsse man noch einen bislang nicht erklärten Kapazitätsverlust nach dem ersten Ladezyklus in den Griff bekommen.


© Marc Stenzel



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