17. April 2008
Mobile Energie - selbstgemacht
Mit Energy Harvesting werden Technologien zur Energiegewinnung und -speicherung aus beispielsweise Sonnen-, Wärme-, Wind- oder kinetischer Energie für gewöhnlich kleine unabhängige Geräte bezeichnet. Neue Entwicklungen in der Elektrotechnik sowie die stetig zunehmende Anzahl mobiler Geräte im täglichen Leben führen derzeit zu einem Boom an Anwendungen, die von Energy Harvesting Gebrauch machen wollen.
Gedankenübertragung für erleuchtete Hitzköpfe
So hat das belgisch-holländische Forschungszentrum IMEC hat eine funkbasierte, wie einen Kopfhörer zu tragende EEG-Sensoreinheit entwickelt, die als Stromquelle die Körperwärme am Kopf (mittels thermoelektrischer Generatoren) sowie das Umgebungslicht (mittels Silizium-Photovoltaikzellen) nutzt. Die Leistung liegt bei einem Milliwatt, was zur Versorgung des Gerätes ausreicht. IMEC forscht unter Anderem in den Bereichen Nanotechnologie, Mikro-, Bio- und organische Elektronik.
Ältere Meldungen zum Thema Energy Harvesting:
Tief durchatmen!
Sich regen bringt Segen
Körperwärme verheißt Spannung
Bewegungsenergie als mobile Stromquelle
Preise von Notebook-Akkus unter Druck
Große Nachfrage, steigende Rohstoffpreise und die durch Brände bei LG Chem und zuvor bei Matsushita (siehe: Aktuelle Kurzmeldungen) verringerten weltweiten Produktionskapazitäten setzen den Preisen für Akku-Zellen derzeit mächtig zu. Das musste auch die Firma Asus feststellen, die derzeit die große Nachfrage nach dem EeePC zu befriedigen versucht, indem sie das Gerät mit schwächeren als den angekündigten Akkus ausstattet. Auch Dell und HP klagten bereits über die Knappheit von Akkus für ihre Notebooks.
Cobalt-Hausse
Zu den stark nachgefragten und im Preis gestiegenen Rohstoffen gehört auch Cobalt, das beispielsweise für Kathoden von Li-Ionen-Akkus benötigt wird. Alleine der Cobalt-Bedarf für Hybrid-Antriebe von Kraftfahrzeugen kann sich nach heutigen Schätzungen bis 2015 mehr als verdreifacht haben.

Chart: Preisentwicklung (USD/lb.) von Cobalt in den letzten 5 Jahren.
Weitere Informationen zum Thema:
Werden Rohstoffe für Akkus u. Batterien knapp? (Akku-News vom 4.10.07)
Bleipreis (Tages-Charts)
Kobaltpreis (Tages-Charts)
Kupferpreis (Tages-Charts)
Manganpreis (Tages-Charts)
Nickelpreis (Tages-Charts)
Man kann es mit Erleuchtung auch übertreiben
Die amerikanische Firma Wicked Lasers bietet unter der Bezeichnung 'The Torch' eine Taschenlampe mit 4.100 Lumen an, die als die stärkste der Welt beworben wird. Der besondere Clou dabei: Die Stablampe ist so stark, dass Papier und andere Gegenstände Feuer fangen können, wenn sie zu lange von der 'Torch' beleuchtet werden. Das entstehende Feuer bringt zwar möglicherweise noch mehr Licht ins Dunkel - aber mitunter bleibt leider vom gesuchten Gegenstand eben nur ein Häufchen Asche übrig. Betrieben wird die verwendete 100W Halogenbirne übrigens mit wiederaufladbaren Ni-MH-Zellen.
Schadensersatz wegen brennender Notebook-Akkus
Wie das Magazin Wired berichtet, haben sich Apple und Sony darauf geeinigt, einem japanischen Ehepaar umgerechnet etwa 13.000 USD Schadensersatz wegen eines brennenden Notebooks zuzugestehen. Das Ehepaar machte die Schadenssumme wegen erlittener Brandwunden und Beschädigungen an der Wohnung geltend und führte den Brand auf einen defekten Akkupack im Notebook zurück.
© Marc Stenzel
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