Kupfer oxidiert an der Luft und wird durch Säuren angegriffen, es ist daher kein Edelmetall. Das weiche, sehr zähe und sehr dehnbare Material ist das einzige Metall mit einer rötlichen Farbe und damit neben Gold das einzige farbige Metall überhaupt. Es ist ein hervorragender Leiter für Wärme und Elektrizität. Kupfer lässt sich gut schmelzen, gießen, kalt und heiß formen und löten, aber weniger gut schweißen.
2001 betrug die Weltproduktion von Kupfer 13,7 Mio. Tonnen, die Welt-Kupfervorräte wurden auf 600 Mio. Tonnen geschätzt. Ein beträchtlicher Teil der Kupferproduktion wird durch Kupferrückgewinnung abgedeckt, in Deutschland ca. 45 %. Wichtige Förderländer sind die USA, GUS-Staaten, Japan und Chile.
Für Menschen, Pflanzen und Tiere ist Kupfer ein lebensnotwendiges Spurenelement, metallisches Kupfer ist für den Menschen ungiftig.
Kupfer ist Legierungsbestandteil von Bronzen. Als Wärmeübertrager spielt es eine große Rolle im Maschinen-, Fahrzeug- und Apparatebau. Im Hausbau (z. B. Dächer und Rohre) verwendet man Kupfer wegen seiner Beständigkeit und dekorativen Wirkung. Aufgrund seiner hohen elektrischen Leitfähigkeit ist Kupfer das wichtigste Metall der Elektrotechnik. Über die Hälfte der gesamten Kupferproduktion wird in diesem Bereich verwendet.
In der Batterietechnik wird Kupfer vor allem als elektrischer Leiter, seltener als Material für Elektroden eingesetzt. Die erste Batterie überhaupt, die Voltaische Säule, wurde mit einer Kupfer-Kathode realisiert (Anode aus Zink). Dabei wurde Kupferoxid zu metallischem Kupfer reduziert. Auch der Vorläufer des Nickel-Cadmium-Akkus, die Lalande-Chaperon-Batterie war ein Zink-Kupferoxid-System.
Einige technische Eckdaten
Chemisches Symbol: Cu
Ordnungszahl: 29
Relative Atommasse: 63,55
Oxidationszahlen: +2, +1
Dichte: 8,92 g/cm³
Schmelzpunkt: 1.083 °C
Siedepunkt: 2.596 °C
Spezifischer elektrischer Widerstand: 1,7
Linearer Wärmeausdehnungskoeffizient: 16,8
© Marc Stenzel
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