Rohstoffe in der Batterietechnik: Nickel (Akku-Lexikon)

Nickel ist ein silberweißes, stark glänzendes und zähes Metall der Eisengruppe, das sich gut walzen, schmieden, ziehen, schweißen und polieren lässt. Es gehört wie Eisen zu den ferromagnetischen Metallen, ist also magnetisierbar. Es ist beständig gegen Luft, Wasser und Salze, aber leicht angreifbar durch Säuren.

In elementarer Form kommt Nickel in Meteoriten vor, auf der Erde nur gebunden. Es ist mit 0,08% am Aufbau der Erdkruste beteiligt, im Erdkern wird ein Anteil von ca. 8% vermutet, was in etwa dem Nickelanteil in Eisenmeteoriten entspricht. Gewonnen wird Nickel zum Beispiel aus Rotnickelkies (NiAs), Weißnickelkies (Chloanthit), Garnierit und Magnetkies. Die wichtigsten Förderländer sind Canada, die GUS-Staaten und Australien.

Nickel wird zur härtenden und korrosionshemmenden Stahlveredelung (Nickelstähle, Chromnickelstähle), als härtendes, korrosionshemmendes oder entfärbendes Legierungsmetall (z.B. Münzlegierungen, Neusilber) sowie als reines Metall zur galvanischen Vernickelung oder für Katalysatoren und Sonderinstrumente (Medizin- und Laboratoriumstechnik) verwendet.

Nickel ist ein Kontaktallergen (Nickelallergie) und darf daher nicht dauerhaft mit der Haut in Berührung kommen. Dieser Bereich wird durch die sog. Bedarfsgegenständeverordnung geregelt.

Nickel findet in der Batterietechnik hauptsächlich Anwendung als Kathodenmaterial. Seit der Entwicklung des Nickel-Cadmium-Akkumulators um 1899 durch Waldemar Jungner hat es sich in verschiedenen Akkumulatorentypen (z.B. Nickel-Cadmium- oder Nickel-Metallhydrid-Typ) bestens bewährt. Dabei wird im Wesentlichen Nickel(III)Oxid-Hydrat zu Nickel(II)hydroxid reduziert. Da Nickelelektroden in der Praxis nur eine recht unbefriedigende elektrische Leitfähigkeit aufweisen, wird das Nickel gewöhnlich als Nickelschwamm auf einer gut leitfähigen Matrix aufgebracht verwendet.


Einige technische Eckdaten

. Chemisches Symbol: Ni
. Ordnungszahl: 28
. Relative Atommasse: 58,70
. Oxidationszahlen: +2,
. Dichte: 8,90 g/cm³
. Schmelzpunkt: 1.454 °C
. Siedepunkt: 2.913 °C
. Spezifischer elektrischer Widerstand: 7
. Linearer Wärmeausdehnungskoeffizient: 13,2

© Marc Stenzel



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